Technik Lexikon: S

Schauminhibitoren - Ölzusatz

Durch die bewegten Teile wie Kurbelwellen, Pleuel, Zahnräder u.ä. werden die Öle stark mit Luft durchmischt und neigen zum Schäumen. Wird andererseits Schaum durch die Ölpumpe angesaugt, so versagt dadurch das Schmiersystem, und es kann zu schwerwiegenden Ausfällen kommen. Deshalb werden zur Schaumunterdrückung spezielle Schauminhibitoren dem Öl zugegeben. Silikonöle in der Größenordnung von weniger als einem Promille haben sich besonders bewährt.

Schmutzsensor

Der Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad der Scheinwerferstreuscheiben und ermöglicht eine eigenständig automatische Reinigung. Die Reflexlichtschranke des Sensors besteht aus Lichtquelle (LED) und Lichtempfänger (Fototransistor). Sie sitzt auf der Innenseite der Streuscheibe innerhalb des Reinigungsbereiches, jedoch nicht im direkten Strahlengang des Fahrlichts. Bei sauberer oder auch von Regentropfen bedeckter Streuscheibe tritt das im nahen IR-Bereich strahlende Messlicht ungehindert ins Freie. Nur ein verschwindend geringer Teil reflektiert in den Lichtempfänger. Trifft das Messlicht jedoch an der äußeren Oberfläche der Streuscheibe auf Schmutzpartikel, so streut es proportional dem Verschmutzungsgrad in den Empfänger zurück und löst ab einer bestimmten Höhe die Reinigungsanlage automatisch aus.

Seitenairbagsysteme

Die Verletzungsgefahr bei Seitenaufprallen durch Airbags zu mindern, die sich zum Thoraxschutz aus der Tür oder der Sitzlehne nach vorne bzw. entlang des Dachausschnitts zum Kopfschutz entfalten, ist wegen kaum vorhandener Knautschzone und geringem Abstand zwischen Insassen und eindringender Fahrzeugteile besonders schwierig. Die Aufpralldetektionszeiten und Airbagaktivierungszeiten dürfen daher bei harten Seitenaufprallen nur 3 ms, die Aufblasdauer der ca. 12 Liter großen Seitenairbags nur ca. 10 ms betragen.

Sicherheitsgurt

Praxistipp: Der Gurt soll über die Schulter gehen und nicht über den Hals. Achten Sie immer auf die richtige Einstellungen und machen Sie auch weitere Insassen darauf aufmerksam.

Starthilfe beim Kfz

Mit den Starhilfekabeln kann die Batterie eines anderen Wagens angezapft werden. Das muss mit äußerster Vorsicht geschehen. Jede Unvorsicht kann zu Verletzungen oder Beschädigungen durch Explosion der Batterien zu Beschädigung der elektrischen/elektronischen Anlage an beiden Fahrzeugen führen. Auch zu dünne Starthilfekabeln können zu Verletzungen und Beschädigungen führen.

Hier ein paar Hinweise: keine Funken oder Flammen in Batterienähe - Batterieflüssigkeit fernhalten von Augen, Haut, Mund, Gewebe, Kleidungsstücken und lackierten Flächen; die Flüssigkeit enthält Schwefelsäure, die bei direktem Kontakt Verletzungen und Beschädigungen verursacht - beim Umgang mit der Batterie entsprechenden Augenschutz tragen - Hilfsbatterie gleicher Spannung (z.B. 12-Volt) verwenden; ihre Kapazität (Ah) darf nicht wesentlich unter der der entladenen Batterie liegen; Spannung und Kapazität finden sie auf den Typenschildern der Batterien - unnötige Stromverbraucher abschalten - während des gesamten Vorganges nicht über die Batterie beugen (hat die Batterie einen Fehler, könnte hier Knallgas austreten) - Polklemmen des einen Kabels dürfen die des anderen Kabels nicht berühren - Handbremse anziehen - Getriebe in Leerlauf (automatische Getriebe in Stellung P) - die Kabel müssen je nach Art des Fehlers in entsprechender Reihenfolge angeschlossen werden; es ist ein gravierender Unterschied, ob die Batterie leer ist, oder ob vielleicht der Starter oder eine Kabelverbindung beschädigt sind - auch das Abnehmen der Kabel muss in der richtigen Reihenfolge erfolgen; denn beim An- und/oder Abklemmen können Funken mit sehr hoher Überschlagsspannung zur Explosion der Batterie durch Knallgas führen; auch elektronische Steuergeräte können durch Überspannung beschädigt oder sogar zerstört werden. Das An- und Abschließen von Starterkabeln sieht zwar beim Fachmann immer leicht aus. Aber nur, wenn man die Reihenfolgen zu den jeweiligen Betriebssituationen einhält, ist eine problemlose Starthilfe gewährleistet. Darum rufen sie lieber gleich einen Fachmann, bevor es für Sie sehr teuer wird.

Stereo - Stereofonie

Elektroakustische Schallübertragung über zwei oder mehr Kanäle, die räumliches Hören gestattet (z.B. bei Breitwandfilmen, in der Rundfunktechnik und in der modernen Audiotechnik.

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Stockpunktverbesserer - Ölzusatz

Je niedriger die Temperaturen werden, um so zähflüssiger werden Öle, bis sie schließlich ihre Fließfähigkeit einbüßen und/oder bis bei paraffinbasischen Ölen durch die Ausbildung von Paraffinkristallgittern schon frühzeitiger die Fließfähigkeit unterbunden wird. Dieses Stocken soll nach Möglichkeit erst bei tiefen Temperaturen auftreten, um eine sichere Schmierung, zum Beispiel auch beim Start während tiefer Temperaturen, sicherzustellen. Polymethacrylate, Polyacrylamide, Vinylcarboxylate, Naphthalinderivate u.a. haben die Fähigkeit, diese Eigenschaft beim Öl wesentlich zu verbessern.

Stoßdämpfer (Schwingungsdämpfer)

Allgemeine Vorrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen an Maschinen (z.B. bei Kraftfahrzeugen). Beim hydraulischen Stoßdämpfer, bei dem Schwingungsenergie durch Reibung einer Flüssigkeit in Wärme überführt wird, ist die vorwiegend verwendete Form der Teleskopstoßdämpfer, der am häufigsten als Zweirohrdämpfer gebaut wird. Dieser besteht im Wesentlichen aus einem Arbeitszylinder, in dem ein Arbeitskolben, der über eine Kolbenstange mit der Karosserie verbunden ist, auf- und abgleiten kann. Den Arbeitszylinder umgibt ein zweiter Zylinder, der als Vorratsbehälter für das Hydrauliköl dient. Beim Einrohrdämpfer ist die Wärmeabfuhr besser als beim Zweirohrdämpfer. Bei einem funktionell einfachen Einrohrdämpfer ist im unteren Teil des Arbeitsraumes ein Gas unter einem Druck von rd. 2,5 Mio. Pa (=25 bar) eingesperrt und über einen abgedichteten Trennkolben vom ölgefüllten Arbeitsraum getrennt. Dieser Gasraum gleicht die durch das Ein- oder Austauchen der Kolbenstange und durch die Änderung der Öltemperatur bedingte Volumenänderung des Arbeitsraumes aus (Gasdruckstoßdämpfer).

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Synthetische Schmierstoffe

Spezielle Eigenschaften eines mineralischen Schmierstoffes können durch die Verwendung bestimmter synthetischer Basisöle verbessert werden (bis hin zum vollsynthetischen Öl).