Technik Lexikon: K

Karosserie

Aufbau eines Kraftfahrzeuges. Die nicht selbsttragende Karosserie wird auf einen tragenden Fahrzeugrahmen aufgesetzt; hauptsächlich für LKW. Moderne PKW weisen dagegen keinen von der Karosserie getrennten Rahmen auf; Motor und Radaufhängung sind an der selbsttragenden Karosserie. befestigt, die sich durch geringes Gewicht bei höherer Festigkeit auszeichnet. Man unterscheidet dabei Skelett- oder Gerippebauweise (vor allem bei Omnibussen) und Schalenbauweise (bei PKW). Von PKW-Karosserien wird eine stabile, gestaltfeste Fahrgastzelle (passive Sicherheit) gefordert, während die Bug- und Heckpartie als Knautschzone verformbar (mit zum Fahrgastraum hin zunehmender Steifigkeit) sein soll. Durch Verformung und Zusammenfalten des Bugs oder Hecks bei einem Aufprall wird so ein Teil der kinetischen Energie in Formänderungsarbeit umgewandelt.

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Katalysator in der Abgasanlage von Ottomotoren

Um die bei der motorischen Verbrennung in Ottomotoren entstehenden Schadstoffe Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide zu verringern, ist eine katalytische Nachverbrennung erforderlich. Daraus entsteht die Forderung, einen Abgaskatalysator in Fahrzeuge mit Ottomotoren einzubauen. Ein Katalysator ist ein Gegenstand, der allein durch seine Anwesenheit einen chemischen Vorgang hervorruft, ohne sich selbst dabei zu verändern. Der Abgaskatalysator besteht aus einem wabenförmigen Träger, hergestellt aus hochtemperaturbeständigem Magnesium-Aluminium-Silikat in Zylinderform. Die Wabenoberflächen werden mit den Edelmetallen Platin, Palladium oder Rhodium beschichtet. Die beste Lösung zur Abgasreinigung bietet der Selektiv oder Dreiwegekatalysator, der die giftigen Abgase Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide in Kohlendioxyd, Wasserdampf und Stickstoff reduziert. Bei diesem Katalysatortyp ist die Einhaltung des stöchiometrischen Luft-Benzin-Verhältnisses Lambda = 1 wichtig. Dies wird erreicht durch den zusätzlichen Einbau einer Lambda-Sonde. siehe auch Lambda-Sonde und Lambda-Regelung...

Keilriemen

Im Maschinenbau Riemen aus Gummi mit Gewebeeinlagen, trapezförmiger Querschnitt; zur schlupflosen Kraftübertragung dienen Zahnkeilriemen mit Zähnen an der Innenseite.

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Kindersicherheitssysteme wie Kindersitze, Kindersicherheitswiege

Alle Kfz Hersteller geben in der Betriebsanleitung die genauen Sicherheitshinweise für Kindersitze und dergleichen an. Bitte lesen sie diese aufmerksam durch und befolgen diese zum Schutze ihres Kindes. In diesen Betriebsanleitungen stehen wichtige Angaben über Alter, Größe und Körpergewicht, und was wann zu tun ist.

Klimaanlage

Vorrichtung zur automatischen Regulierung der Frischluftzufuhr, der Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen.

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Kopfstütze

Die Kopfstütze häufig immer noch als Nackenstütze bezeichnet. Die Kopfstütze bewahrt sie vor zu großen Verletzungen. Nicht weniger als 20.000 Österreicher und Österreicherinnen erleiden jährlich ein Hals Wirbel Schleudertrauma. EU weit wird der durch derartige Unfälle verursachte wirtschaftliche Schaden auf 10 Milliarden Euro geschätzt.

Stellen Sie daher immer ihre Kopfstütze (aber auch Sicherheitsgurt) auf Ihre Körpergrößen richtig ein. Ein Praxistipp: Die Kopfstütze muss so weit nach oben geschoben werden, dass ihre Oberkante mit der Scheitelhöhe abschließt. Der horizontale Abstand zwischen Kopfstütze und Kopf sollte in etwa zwei Zentimeter betragen. Vereinfacht ausgedrückt müssen Kopf und Kopfstütze gleich hoch sein. Achten Sie immer auf die richtige Einstellungen und machen Sie auch weitere Insassen darauf aufmerksam

Kraftfahrzeugbeleuchtung

Gesamtheit der Beleuchtungseinrichtungen eines Kraftfahrzeuges (in der Straßenverkehrs-Ordnung "StVO" niedergelegt). Zur Ausleuchtung der Fahrbahn dienen die Scheinwerfer meist mit einer Zweifadenlampe (Biluxlampe) in der wahlweißen Funktion als Fern- und Abblendlicht; Erhöhung der Lichtleistung durch Halogenlampen (H4-Licht). Nebelscheinwerfer dürfen nur in Verbindung mit dem Abblendlicht bei Nebel oder Schneefall brennen. Zur seitlichen Begrenzung nach vorn sind Begrenzungsleuchten vorgeschrieben. Die Begrenzung nach hinten geben zwei rote Schlussleuchten an; außerdem sind hinten zwei Rückstrahler und eine Kennzeichenbeleuchtung vorgeschrieben. Das Betätigen der Fußbremse ist am Fahrzeugheck durch zwei Bremsleuchten anzuzeigen. Obligatorisch sind die Fahrtrichtungsanzeiger, gelbe Blinkleuchten, an der Vorder- und Rückseite des Fahrzeuges. Mehrspurige Kraftfahrzeuge müssen mit einer Warnblinkanlage (alle am Fahrzeug vorhandenen Blinkleuchten müssen gelbes Blinklicht abstrahlen) ausgerüstet sein.

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Kraftstofffilter

Die Qualität des Kraftstofffilters und die Einhaltung der Wartungsintervalle bestimmen weitgehend die Lebensdauer der Einspritzanlagen ob Diesel oder Benzin. Das Kernstück des Kraftstofffilters, der Filtereinsatz, besteht aus hydrophobem Spezialpapier, das als Tasche spiralförmig gewickelt ist, um bei gegebenem Raum die größtmögliche Filterfläche unterzubringen und damit eine hohe Standzeit bei großer Schmutzspeicherkapazität zu erreichen. Der Abscheidgrad hängt im wesentlichen von der Porosität des Papiers, vom Papiergewicht und von der Art der Verwendeten Fasern ab. Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen haben Filter für Verteilereinspritzpumpen eine mittlere Porengröße von 4 bis 5mm und für alle andren Einspritzpumpen von 8-10mm. Filter für Dieseleinspritzanlagen sind entweder Leitungsfilter oder Boxfilter. Filterdeckel gibt es in verschiedenen Ausführungen einschließlich integrierter Handpumpe, die den Wiederstart nach leergefahrenem Tank bzw. nach einer Filterwartung erleichtert. Nach Ablauf des vorgeschriebenen Wechselintervalls erfolgt ein Austausch des kompletten Leitungsfilters bzw. des Wechselfilters. Filter für VE-Pumpen besitzen einen Wassersammelraum. Das im Kraftstoff vorhandene Wasser sammelt sich auf der Schmutzseite des Filterpapiers an und scheidet in großen Tropfen auf der Reinseite ab (Koaleszenz-Effekt). Der maximal zulässige Wasserstand lässt sich über einen Sensor erkennen. Nach Öffnen einer Ablassschraube fließt das Wasser ab. Der Einbau einer elektrischen Filterheizung verhindert bei Kälte eine Verstopfung des Filters durch Paraffinausscheidungen.

Kraftwagen (Automobil, Auto)

Mehrspuriges Kraftfahrzeug zur Beförderung von Personen und/oder Lasten und für Sonderzwecke. Man unterscheidet Personenkraftwagen (PKW) und Nutzkraftwagen (NKW), wiederum unterschieden in Lastkraftwagen (LKW), Kraftomnibusse und Zugmaschinen, sowie im Motorsport in Sport- und Rennwagen. Bei allen Kraftwagen trägt das Fahrwerk den Motor und die Karosserie; Fahrwerk und Motor bilden das Fahrgestell (Chassis). Das Fahrwerk besteht im Wesentlichen aus einem Traggerüst (Rahmen; entfällt bei selbsttragenden Karosserien), den mit Reifen versehenen Rädern und den Achsen samt Radaufhängung sowie aus Federung, Bremsanlage und Lenkung. Die Federung stützt den Rahmen gegen die Radachsen ab und vermindert Fahrbahnstöße. Zur raschen Dämpfung der Schwingbewegungen dienen Stoßdämpfer; Stabilisatoren halten die Kurvenneigung des Kraftwagens gering. Der Motor ist meist ein Verbrennungsmotor (Otto-, Dieselmotor), relativ selten ein Elektromotor.

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Kühler

In der Motorentechnik Vorrichtung, die unerwünschte Wärme abführt. Bei wassergekühlten Kraftfahrzeug-Motoren werden meist Wasserröhrenkühler und Lamellenkühler verwendet.

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Kupplung

Vorrichtung zur (lösbaren) drehfesten Verbindung zweier fluchtender Maschinenteile, zur Übertragung eines Drehmomentes vom treibenden auf das getriebene Teil, insbesondere die Verbindung zwischen Motor (Kurbelwelle) und Getriebe, die das Aus- und Einrücken der Zahnradpaarungen (bzw. ihrer Synchronelemente) für die benötigte Übersetzung ermöglicht und Drehzahlunterschiede zwischen Motor und Getriebewelle durch Reibungsschlupf ausgleicht. Bei der Einscheibentrockenkupplung wird eine axial verschiebbare, mit der Getriebewelle aber drehfest verbundene Kupplungsscheibe durch Federkraft gegen das Schwungrad des Motors gepresst und von diesem durch Reibung mitgenommen (Reibungskupplung). Zur Lösung der Kupplung wird die Kupplungsscheibe über das mit dem Fuß betätigte Kupplungspedal vom Schwungrad getrennt. Bei Zweischeibenkupplung bzw. Mehrscheibenkupplung (Lamellenkupplung) sind zwei bzw. mehrere Kupplungsscheiben auf der Getriebewelle angebracht. Automatisches Einkuppeln ermöglicht die Fliehkraftkupplung, deren Kupplungselemente ab einer bestimmten Motordrehzahl Kraftschluss herstellen.

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