Technik Lexikon: E

Einparkhilfe mit Ultraschallsensoren PDC - Park Distance Control

Zur Anwendung für Einparksysteme wurden Sensoren entwickelt, die sich durch Integration der Schaltung in einem anwenderspezifischen IC und die dadurch erreichte kleine Bauform sehr gut und vor allem flächenbündig in Karosserie oder Stoßfänger einbauen lassen. Zusätzlich wurden der Verkablungsaufwand reduziert. Die Einparkhilfe besteht aus vier bis zehn Sensoren, einem Steuergerät und drei Warnelementen, die akustisch und optisch die Funktion, einen Abstand oder vom System festgestellte Fehler (z.B. Kabelbruch) dem Fahrer übermitteln. Der Sensor besteht meist aus einem Aluminiumtöpfchen mit selektiver Bedämpfung, einer Piezoscheibe als Schallerzeuger und der kompletten Elektronik zur Erzeugung des Ultraschalls und der Auswertung der reflektierten Schallwellen. Die übertragenen Pegel entsprechen der Logikspannung und sind daher störungsempfindlich. Eine Abschirmung der Signalleitungen ist deshalb nicht notwendig. Die Abstrahl- und Empfangscharakteristik erfasst einen breiten Bereich. Eine Fahrzeugseite kann deshalb mit vier Sensoren fast lückenlos erfasst werden. Das Steuergerät erhält die Spannungserzeugung und die Ein- und Ausgangstreiber für die Sensoren und für die Anzeige sowie einen Mikroprozessor, der neben der Ansteuerung der angeführten Komponenten auch die Überwachung der Fehler übernimmt. Zur Anzeige des Abstandes sind drei Warnelemente vorgesehen. Die optische Anzeige dient vor allem zur Anzeige des Betriebszustandes und der Entfernungsanzeige. Dazu dient ein Bargraph, dessen Segmente gelb und im Warnbereich rot aufleuchten. Im Warnbereich wird zusätzlich ein akustisches Signal erzeugt, um die Gefahr deutlich anzukündigen. Das Einparksystem wurde so konzipiert, dass es sowohl als reine Rückraumüberwachung als auch als Einparksystem verwendet werden kann.

Elektrik

Gesamtheit einer elektrischen Anlage oder Einrichtung (z.B. Autoelektrik). (c) Dudenverlag

Elektronik

Teilgebiet der Elektrotechnik, das sich mit der durch elektrische oder magnetische Felder, elektrische Ströme, Licht u.a. gesteuerten Bewegung von Elektronen (Elektrizitätsleitung) befasst; Teilgebiet der Nachrichtentechnik ist die Informationselektronik oder Signalelektronik, zu der u.a. die Unterhaltungselektronik zählt (Fernseh-, Hörfunk-, Tonbandgeräte u.a.); Teilgebiet der Starkstromtechnik ist die Leistungselektronik (Phasenanschnittsteuerung, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, Thyristoren). Die Optoelektronik dient der Umwandlung optischer in elektrische Signale und umgekehrt (z.B. Leuchtdiode, Flüssigkristallanzeige, optoelektronische Anzeigeeinheiten). Besondere Bedeutung hat die Halbleiterelektronik (Mikroprozessor, Transistor). Die vielfältige Anwendung elektronischer Bauteile beruht u.a. auf dem Fehlen bewegter Teile (Kontakte), auf langer Lebensdauer, großer Schaltgeschwindigkeit und geringem Platzbedarf. (c) Meyers Lexikonverlag

EMV - Elektromagnetische Verträglichkeit und Funkentstörung

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist die Eigenschaft eines elektrischen Systems, sich in Nachbarschaft anderer Systeme neutral zu verhalten: es stört diese Systeme nicht und lässt sich umgekehrt von diesen nicht stören. Angewandt auf das Kraftfahrzeug bedeutet dies zum einen, dass die verschiedenen dort eingebauten elektrischen Systeme wie Zündanlage, elektronische Einspritzsysteme ABS, ASR, Autoradio, Autotelefon, Handy, usw. in enger räumlicher Nachbarschaft nebeneinander funktionieren müssen und sich gegenseitig nicht beeinflussen dürfen. Zum anderen muss sich das Fahrzeug als System neutral in seine Umwelt einfügen, daher es darf weder andere Fahrzeuge elektrisch beeinflussen noch die Übertragung des Rundfunks, Fernsehens und andere Funkdienste stören. Umgekehrt muss das Fahrzeug in Gegenwart starker Felder (zum Beispiel in der Nähe von Sendern) voll funktionsfähig bleiben. Aus diesen Gründen müssen elektrische Systeme für Kraftfahrzeuge und auch Kraftfahrzeuge als Ganzes so ausgestattet sein, dass sie elektromagnetische verträglich sind. Ganz besonders auch für Personen mit Herzschrittmacher und ähnlichen lebenserhaltenden Systemen. Für Personen mit Herzschrittmacher ist vor allem das hantieren im Motorraum durch die Hochspannungszündanlagen äußerst lebensgefährlich.